0. Einleitende Worte

BITTE ENTSCHULDIGT DIE WERBUNG - Geht leider nicht ohne!

Angefangen hat für mich alles etwa im Frühjahr 2000, als ich meine damalige Freundin kennenlernte. Wenige Tage später sagte sie mir, dass sie als Kind sexuell missbraucht wurde. Die Beziehung hielt nur wenige Monate. Nach der Trennung ließ mich das Thema aber nicht los. Die Erfahrungen und Erlebnisse, die ich mit meiner damaligen Freundin gemacht habe, machten mich tief betroffen. Ich begann in vielen Büchern und im Internet darüber zu lesen. Ich wollte vieles von ihrem zum Teil recht “merkwürdigen” und oftmals widersprüchlichen Verhalten verstehen.

Über das Internet lernte ich so mehrere Frauen kennen, die mir meine vielen Fragen teilweise sehr ausführlich und geduldig erklärt haben. Für diese Offenheit bin ich ihnen bis heute sehr dankbar. Ohne die Anonymität, die das Internet ermöglicht hatte, wäre das sicherlich nicht möglich gewesen.

Um auch andere Menschen an alldem teilhaben zu lassen, was ich gelesen und im Nachhinein verstanden habe, baute ich dann im Herbst 2000 die Seite Kalimeros Gedanken auf. Die Seite war sehr gut besucht und ich erhielt viele Mails und Fragen. Etwa 2003 nahm ich die Seite dann aus persönlichen Gründen vom Netz.

Etwa zur selben Zeit begann ich damit, meine erste Staatsexamensarbeit zum Thema “Sexueller Missbrauch” und den Erfahrungen von Lehrerinnen und Lehrern in Berliner Grundschulen zu schreiben. Einige Teile aus meiner Arbeit habe ich hier hin übertragen. Aus dem Grund enthält Kalimeros Gedanken jetzt beides: persönliche Erfahrungen von betroffenen Frauen und meine Erfahrungen, sowie wissenschaftliches Wissen.

Hinweis:

Jedesmal wenn ich Teile aus meiner Examensarbeit zitiere, steht deshalb am Anfang “aus der Wissenschaft”. So bleiben meine Erfahrungen und die vielen Zitate aus persönlichen Kontakten von meiner alten Webseite hoffentlich klar von den wissenschaftlichen Fakten unterscheidbar. Außerdem habe ich die wissenschaftlichen Kapitel weitgehend unverändert aus der Examensarbeit übernommen. Da ich dort mit Fremdwörtern nur so um mich geschmissen habe, sind diese Abschnitte nicht immer leicht zu verstehen.

Betroffene Frauen weise ich darauf hin, dass viele Inhalte und Zitate emotional sehr aufwühlend sein können.